3 Gründe, warum wir eine VBZ-Anzeige für gelungen halten

1. Oktober 2019 | asperger charts

Am 29. Juli 2019 schalteten die VBZ folgende Anzeige – print wie online. Kurz zuvor hatte sich eine brütende Hitzewelle über die Schweiz gelegt. Wir laden Sie ein, diese Anzeige einmal auf sich wirken zu lassen.

In Zeiten der deutlich spürbaren Klimaveränderung ein bisschen Greta zu sein, das ist doch hip, oder? Diese Ansicht teilen nicht alle Kunden der VBZ – ein Blick auf die Kommentare unter dieser Anzeige bei Facebook reicht, um sich dessen zu vergewissern.

Ob eine Anzeige als gelungen erfahren wird, ist immer eine Frage des Standpunktes. Hier betrachten wir sie aus der Perspektive einer Designagentur, deren Herz für unkonventionelle und mutige Menschen schlägt. Einer Agentur, in der überwiegend Menschen wie Greta arbeiten, Menschen, die im autistischen Spektrum unterwegs sind und die in der Lage sind, sich mit all ihrem Können einem Thema zu verschreiben.

1 Die Anzeige polarisiert, schafft Lebendigkeit

Klar, nicht jeder identifiziert sich mit Greta. Das macht die Anzeige gewagt, daraus geniert sie einen Teil ihrer Vitalität.

Sie lädt zum Reflektieren ein: Warum wollen nicht alle Menschen automatisch ein bisschen Greta sein – auch wenn man ihnen freundlicherweise unterstellen kann, dass sie gerne automatisch etwas Gutes für die Umwelt tun würden?

2 Die Anzeige erleichtert das Umweltgewissen

Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit einem Augenzwinkern entfaltet die VBZ ein positives Gefühl in ihren Kunden, – zumindest hinsichtlich des eigenen Beitrags zum Umweltschutz. Denn ganz unabhängig dem jeweiligen Greta-Feeling vermittelt die Anzeige: Die Benutzung von Tram und Trolleybus ist erste Sahne für unsere Umwelt.  

3 Die Anzeige ist mit minimalstem Equipment gestaltet

Die Werbemacher reduzieren Gretas Style auf ein typisches Merkmal und finden so exakt ein Bild für die Vorzüge zur Benutzung von Tram und Bus. Minimalistischer und raffinierter geht es kaum.